Das BLK-Modellversuchsprogramm "Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts (SINUS)" wurde 1998 als Reaktion auf die Ergebnisse der TIMS-Studie eingerichtet und konzentrierte sich auf Schularten des Sekundarschulbereichs. Mit dem Schuljahr 2004/2005 beteiligt sich die Grundschule durch eine eigenständige Konzeption an diesem bundesweiten Modellversuch.

Die Grundschule als Schule für alle Kinder soll ein Fundament schaffen, auf dem das Lernen in der Sekundarstufe und über die weitere Lebensspanne aufbauen und gelingen kann. Dazu gehört auch, Interesse für Mathematik und Naturwissenschaften anzuregen und zu fördern. SINUS-Transfer Grundschule überträgt Ansätze des Vorgängerprogramms SINUS auf eine andere Schulart und eine andere Schulstufe: Während einer Laufzeit von fünf Jahren arbeiten Lehrkräfte aus den beteiligten Grundschulen in ihrer Schule oder schulübergreifend kollegial zusammen. Sie stützen ihre Arbeit auf einige der zehn SINUS-Module und arbeiten an einer Weiterentwicklung und Verbesserung ihres Unterrichts.

Organisiert wird dieses Vorhaben durch die Bildung von lokalen Schulnetzen (sog. Sets), die von einem Setkoordinatoren begleitet und unterstützt werden. Die Sets setzen sich in kontinuierlichen Treffen mit Unterrichtsgegenständen der Praxis auseinander, so dass eine Weiterentwicklung von Unterrichtsmodellen und -inhalten erreicht wird.
Das inhaltliche Gerüst der Arbeit in den Sets und an den Schulen bilden aufeinander abgestimmte Module, die vom Programmträger bereit gestellt werden. Die Module zielen in Verbindung mit der Arbeit in den Schulen auf eine Veränderung der Lernkultur des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichtes ab. Sie beschreiben einen Rahmen, innerhalb dessen der Austausch von Konzepten, Ideen und Erfahrungen erleichert wird.
Somit werden die Inhalte der Arbeit in den Sets von den beteiligten Lehrkräften in eigener Verantwortung und orientiert an den SINUS-Modulen festgelegt.



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